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Stellungnahme der Grünen zur Ausweisung von Baugebieten der Stadt Schlüchtern am Brunkenberg

„Die Neuausweisung von Bauplätzen hat oberste Priorität, diese Ansicht teilen die Grünen. Durch die Neuausweisung dürfen jedoch keine Verschlechterung der Luftqualität oder der Verlust des Prädikats „Luftkurort“ einhergehen, so Jan Rüffer Fraktionsvorsitzender der Grünen in Schlüchtern.

Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens am Brunkenberg ist ein Luftschutzgutachten durchzuführen und festzustellen, dass mit der Ausweisung von Bauplätzen nicht die Luftqualität beeinträchtigt wird.

Bei der Ausweisung neuer Baugebiete in Schlüchtern muss die Kessellage der Stadt Schlüchtern berücksichtigt werden. Speziell in den Wintermonaten treten bei hohem Luftdruck und Windstille sogenannte Inversionswetterlagen (austauscharme Wetterlagen) auf. Bei einer solchen Wetterlage fließt Kaltluft aus den höheren Lagen in die Stadt und bildet hier einen Kaltluftsee. Zwischen die Kaltluft schiebt sich die Warmluft und bildet so eine Sperrschicht. Abgase aus dem Autoverkehr, oder privaten Hauhalten können aus dem Talkessel nicht mehr entweichen.

Wird die Kaltluftzufuhr aus den umgebenden Höhenlagen z. B. durch ein Neubaugebiet in Hanglage des Kessels unterbunden oder gebremst, kann es in der Stadt zu einer verschärften Abgassituation kommen.

Angesichts der Häufigkeit der Inversionswetterlagen im Jahresverlauf ein Drittel aller Tage sind Gesundheitsrisiken nicht auszuschließen. Bei einer deutlichen Verschlechterung der Luftsituation wäre auch Schlüchterns Status als „Luftkurort“ gefährdet, so Dr. Karl Heinz Schmidt von der Ökologischen Forschungsstation.

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